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Von Laufmaschen und sonstigen Aufregungen vor Terminen

Sonntagabend beim Tatort fällt mir ein, dass ich am nächsten Morgen mit Herrn Krempel und Falko zu einem Präsentationstermin darf. Ich hab mich schon letzte Woche bei der Verkündung dieser frohen Botschaft gefreut wie ein kleines Kind, weil ich schon immer Lust drauf hatte live bei einem Termin dabei zu sein, anstatt mich nur mit den Erzählungen im Nachhinein zufrieden zu geben. Außerdem ist es eine Präsentation , bei der ich vorab bei der Recherche helfen durfte und somit voll im Thema drin war. Besser könnte es also nicht laufen für mich!

An diesem Montag achte ich ausnahmsweise besonders auf die Outfitwahl, was sonst eher selten der Fall ist. Outfit of the day (#ootd) steht, Make-up sitzt, also nix wie ab dafür.

In der Agentur angekommen checke ich erst mal meine Mails, wie man das eben als busy Business(wo)man nach einem Wochenende so macht, um wieder voll up-to-date zu sein. Mein Posteingang hält ehrlich gesagt selten neue Nachrichten für mich bereit, umso mehr freue ich mich, dass ich an diesem Montag eine eins erblicke. Herr Krempel lässt mich wissen, dass sich der Termin bei der Spedition Heppner um eine Stunde auf 10.30 Uhr nach hinten verschoben hat. Bei Krempel & Co. wird intern gerne das Telefonat oder der E-Mail-Verkehr einem persönlichen Gespräch vorgezogen. Natürlich nicht aus Faulheitsgründen 😉

 

Im Laufe der ersten Arbeitsstunde stattet mir Herr Krempel dann doch noch einen persönlichen Besuch ab, um mich bezüglich eines internen Projekts auf den aktuellen Stand zu bringen. Wie schon gesagt, up-to-date zu sein ist in dieser Branche elementar und überlebenswichtig. Während wir also Überlebenstraining machen und uns angeregt unterhalten passiert das Missgeschick: Mein Armkettchen verhakt sich in meiner Feinstrumpfhose und lässt eine Masche in einer Affengeschwindigkeit mein Bein hinab laufen, was dann in einem ruined outfit of the day endet. Herr Krempel ist ganz im Gegensatz zu mir völlig begeistert, endlich mal gesehen zu haben, dass die Laufmaschen tatsächlich laufende Maschen sind. Ein Glück, dass direkt nebenan das Blautal Center ist und doppeltes Glück, dass mein Chef so nett ist und mir erlaubt schnell rüber zu flitzen, um das #ootd zu retten. Mission erfüllt.

Um kurz nach 10 Uhr machen wir uns auf den Weg zu Heppner. Wir kommen pünktlich um kurz vor halb elf an der Niederlassung in Neu-Ulm/Burlafingen an, wo wir am Empfang freundlich begrüßt werden. Auch hier scheinen alle völlig up-to-date zu sein, weshalb wir gar nichts mehr zu unserer Anwesenheit sagen müssen. Die Frau begleitet uns in einen Besprechungsraum und bietet uns Kaffee an. Weil wir von der rasanten Fahrt allerdings ohnehin schweißgebadet sind, lehnen wir dankend ab und warten ohne Tee trinken ab. Herr Geiger kommt nach wenigen Minuten zu uns und begrüßt uns freundlich. Er setzt sich uns gegenüber und verteilt zuerst einmal sein Visitenkärtchen. Herr Krempel, welcher bereits einen ersten Termin mit Herrn Geiger hatte, stellt Falko und mich kurz vor und überlässt dann Falko das Wort. Er hat die Präsentation für Heppner vorbereitet und sich hierfür intensiv mit der Branche, den Wettbewerbern und dem Unternehmen selbst auseinander gesetzt. Die Ergebnisse hat er in eine Präsentation gepackt und daraus eine Präsentationsmappe erstellt.

Das Klima im Raum ist entspannt: Falko erzählt, was er weiß und kann, stellt verschiedene Ideen vor und Herr Geiger gibt sein Feedback zu den einzelnen Punkten. Ich finds sehr gut, dass er gleich während der Präsentation der Vorschläge seine Meinung dazu abgibt. So wird nicht lange um den heißen Brei geredet, sondern nur die Punkte im Detail besprochen, die für das Unternehmen wirklich im Frage kommen. Von Erzählungen weiß ich, dass Kunden nicht immer so unkompliziert und umgänglich sind wie Herr Geiger. Der stellt zwischendurch Fragen, wenn er etwas genauer wissen will und sagt was ihm passt und was nicht. Herr Krempel schaltet sich zwischendurch immer mal wieder mit kleineren Ergänzungen ein – hält sich sonst aber zurück und überlasst Falko die Show.

 

 

Am Ende ist alles unter Dach und Fach. Beide Seiten wissen, was zu tun ist und wir verabschieden uns von Herrn Geiger. Wir machen uns auf den Rückweg und sind uns einig: Darauf haben wir Bock!

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