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Und Action…

Es war lange Zeit Ebbe in Lisas Tagebuch, doch das soll sich jetzt ändern: Ich berichte heute exklusiv von den letzten Wochen und vor allem Tagen, in denen wir intensiv an einem Projekt zum Thema Naturkosmetik gearbeitet haben. Das Projekt: Eine Videoumfrage in der Ulmer Innenstadt. Thema: Naturkosmetik. Zielgruppe: Naturkosmetik-Verwenderinnen jeden Alters.

Wir wollten herausfinden welche Marken aus welchen Gründen benutzt werden, wo die Kosmetik bevorzugt eingekauft wird und ob auch Online eingekauft wird. Außerdem interessierte uns, ob der Name und die Optik der Produkte bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen und ob und wo sich die Frauen vor ihrem Kauf über die Produkte informieren.

 

Die Aufgabe war klar, der Fragebogen fertig, die Drehtage festgelegt und das Ziel definiert. Gefehlt hat am vergangenen Dienstag nur noch die geeignete Kamera, um professionelle Videos drehen zu können. Diese war leider nicht gerade zum Greifen nahe, sondern wollte in Stuttgart abgeholt werden. Knapp zwei Stunden waren Sarah und ich pro Strecke unterwegs, weil uns Staus und Baustellen von einer rasanten Fahrt abhielten.

 

Nichts desto trotz waren wir nach unserer Rückkehr immer noch hochmotiviert und freuten uns auf das Projekt. Die verbleibende Zeit vom Dienstag beschäftigten wir uns intensiv mit der Kamera und probten für den Showdown am nächsten Tag. Die Fragen mussten sitzen, der Ton sollte gut verständlich sein und die Kamera insgesamt wollte gut erforscht sein, um für jede Situation gewappnet zu sein. Sein oder nicht sein – das ist auch hier die entscheidende Frage.

Am Mittwoch um etwa 10.30 Uhr machten wir uns dann mit Sack und Pack und einer ordentlichen Portion Süßigkeiten (Köder und Belohnung) auf den Weg in die Innenstadt. Unsere erste Dreh-Station war vor dem Drogeriemarkt Müller mitten in der Fußgängerzone. Hier würde es garantiert ausreichend Beute für uns geben, sollte man meinen. Dem war aber leider nicht so … Über 70 Prozent der Frauen, die wir angesprochen haben, hatten entweder keine Zeit, benutzten keine Naturkosmetik oder konnten kein Deutsch. Da halfen auch die Süßigkeiten nicht weiter. Erschwerend kam die krasse Hitze (37 Grad!!!) hinzu, die uns viele Teilnehmer vergraulte. Alle wollten möglichst schnell in den nächsten klimatisierten Einkaufsladen. WIR AUCH! Der Plan, die Passanten auf der anderen, schattigen Straßenseite vor unsere Kamera zu locken, ging zumindest halbwegs auf und wir fanden noch ein paar Mädels, die uns bei der Umfrage unterstützten. Trotzdem hatten wir vor unserer Mittagspause um 12.30 Uhr nur enttäuschende fünf brauchbare Videos im Kasten.

Nach einem Mittagssnack und erfrischenden Getränken machten wir uns dann nochmal auf, um einige Meinungen von Naturkosmetik-Nutzerinnen aufzunehmen. Wir wechselten auch in Runde zwei des Öfteren unseren Standort und konnten so nochmals drei interessante Interviews filmen. Gegen drei Uhr waren wir von der Hitze so müde und ausgelaugt, dass wir den ersten Drehtag beendeten und uns auf den Weg zurück zur Agentur machten.

Für den zweiten Tag hatten wir uns vorgenommen früher anzufangen und ruhigere Plätze für den Dreh auszusuchen. Gesagt, getan: Am Donnerstag gings schon um 9.15 Uhr los und wir stellten uns vor ein Reformhaus in einer Seitenstraße der Ulmer Altstadt. Dort lief es gleich viel besser, weil die Passanten und auch wir viel entspannter waren. Die Trefferquote der Frauen, die Naturkosmetik nutzen, war natürlich ähnlich gering wie in der Fußgängerzone, die Leute waren jedoch deutlich weniger unter Zeitdruck und damit bereit, uns fünf Minuten ihrer kostbaren Zeit zu schenken.

 

 

Nach knapp drei Stunden hatten wir sechs tolle Videos und Lust auf ein Eis. Man muss sich nach getaner Arbeit auch mal was gönnen und das haben wir getan …

 

Zurück in der Agentur war es an Tanja alle Clips auf den PC zu ziehen und das geliehene Equipment zu checken. Im Anschluss daran machten Sarah und ich uns erneut auf den Weg nach Stuttgart, um die Sachen zurück zu bringen.

 

Beim großen Team-Meeting am Freitagvormittag wurde dann gemeinsam das Material gesichtet. Jeder konnte die einzelnen Videos bewerten und Verbesserungsvorschläge zum gesamten Projekt abgeben. Am Ende stand fest: Die Videos waren insgesamt gut, der Inhalt jedoch noch nicht ganz das, was wir uns erhofft hatten. Aus diesem Grund haben wir dieses Filmprojekt als Probelauf für kommende Umfragen abgehakt und auf jeden Fall einiges daraus gelernt. Wir wissen jetzt genau, auf was wir beim nächsten Mal achten müssen, was wir vorab anders planen und bedenken müssen und was bereits bei diesem Probelauf sehr gut gelaufen ist und sich damit bewährt hat. Hinterher ist man eben immer schlauer!

 

Spaß, Erkenntnisse und Süßigkeiten kamen in diesem Projekt auf jeden Fall nicht zu kurz.

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