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Schrift kann mehr!

Heute gibt es ein spannendes Thema, über das sich wohl kaum einer Gedanken macht: Typografie.
Auf dem Handydisplay, in der Zeitung, in einem Buch oder im Internet. Den ganzen Tag werden wir mit unterschiedlichen Schriftarten konfrontiert, doch wir nehmen sie nur selten bewusst wahr.

Dabei ist Typografie ein wichtiges Element des Marketings.

Wenn Schrift nur dazu da wäre, um anderen etwas mitzuteilen, gäbe es vermutlich nicht tausende von verschiedenen Schriftarten. Schrift kann viel mehr. Mit ihr können unterschiedliche Wirkungen erreicht und damit der Inhalt des Textes unterstrichen werden. Egal ob modern, verspielt oder seriös, alles kann allein mit der Schriftart ausgedrückt werden. Wenn der Text nicht mit der Wirkung der Schrift übereinstimmt, reagiert das Unterbewusstsein sogar irritiert. Wäre auch komisch, wenn wir mit der Schrift, mit der wir unsere Hochzeitseinladungen versehenen, auch technische Produkte beschriften würden.

Besonders für Unternehmen ist die Wahl der Schrift wichtig. Genauso wichtig wie die Wahl von Logo, Slogan, Farben und Sound. Sie ist ein Teil der Bildsprache im Corporate Design und trägt damit zu der unverwechselbaren Corporate Identity eines Unternehmens bei.

Eine eigene, unverwechselbare, charakterstarke Schrift trägt unbewusst zum Wie­der­er­ken­nungs­wert bei. Sie hilft Unternehmen sich von ihren Konkurrenten abzuheben. Bei gut eingesetzter Typografie reichen schon allein ein paar Wörter, um sie einem Unternehmen eindeutig zuordnen zu können.

Gute Beispiele sind Nivea, Daimler, VW, Dr.Oetker oder Adidas. Durch die unverwechselbare Schrift lässt sich die Zugehörigkeit zu dem Unternehmen leicht erkennen.

Weil Schriften besonders wichtig sind, entwerfen viele Unternehmen ihre eigene Hausschrift und greifen nicht auf Systemschriften wie Helvetica, Arial, Verdana, Comic Sans, etc. zurück.

Dabei wird die Schrift so angepasst und modifiziert, bis sie den Anforderungen des Unternehmens entspricht. Sie sollen ja nicht nur gut lesbar sein, sondern auch zu dem Unternehmen passen.

Ein Schrifttyp besteht allerdings nicht nur aus den 26 Buchstaben. Auch an Sonder- und Satzzeichen sowie an Zahlen muss gedacht werden. Da kommen schon so einige Zeichen zusammen. Bei Helvetica zum Beispiel sind es bei einem Schriftschnitt mit lateinischen und kyrillischen Schriftzeichen ca. 2.100 Stück. Das ist fast eine ganze DIN A4 Seite mit der Schriftgröße 12 pt. Außerdem sollte die Schrift, im besten Fall, auch in Fett oder Kursiv vorhanden sein.

Hier wird gerade auch an einer neuen Schrift gebastelt. Sie soll als Tachobeschriftung einer exklusiven Automobilmarke dienen. Und wie die aussieht, könnt ihr hier sehen.

Einen kleinen Typografie-Test mit Spaß-Faktor für die Mittagspause haben wir hier vorbereitet: www.krempel-und-co.de/gedaechtnisspiel.html

 

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