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Grafik Designer/in! Hää? Was ist das denn?!

Haben Sie sich auch schon mal gefragt was ein Grafik Designer überhaupt macht? Hier werden Ihre Fragen beantwortet und das ein oder andere Klischee hinterfragt.
Ich, Lucia Hering habe die Ehre, als neue Praktikantin der Werbeagentur Krempel & Co., Lisas Tagebuch um einen weiteren Eintrag zu bereichern. Schon bei meinem ersten Blick auf die Webseite von Krempel & Co., beeindruckte mich das Projekt „Lisas Tagebuch“. Eine derart liebenswerte Art und Weise Praktikanten zu integrieren. Ich bin angehende Grafik Designerin im zweiten Ausbildungsjahr und nun zwei Wochen in der Werbeagentur Krempel & Co.
„Was macht ein Grafik Designer?„
„Ach, ich glaube irgendwas mit Medien…“
Sätze wie diese kennen wir doch alle. Doch dahinter steckt mehr als man denkt!
Ein neuer Webauftritt für eine Firma?
Ein Logo für ein neues Unternehmen?
Eine Visitenkarte?
Für uns Grafik Designer, kein Problem.
Die Gestaltung von Flyern, Webseiten, Plakaten, Zeitungsartikeln, Broschüren und Kataloge gehört zu unserer Tagesordnung. Angefangen mit einem ausgiebigen Briefing und einem darauf folgenden Rebriefing, in welchem mit dem Kunden genaueres über den Auftrag besprochen wird, geht es dann an die Arbeit. Und wenn mal nicht sofort eine passende Idee im Kopf ist, bloß keine Panik. Mit einer Tasse Kaffee und ein paar inspirierenden Worten und Gedanken geht es immer vorwärts. Manchmal heißt es einfach nur: Kopf ausschalten und loslegen! 
Wenn der erste Entwurf nicht richtig gefällt geht die Welt auch nicht unter. Natürlich gibt es die einen oder anderen Kunden der sich nicht so schnell zufriedengeben und jede noch so kleine Änderung genauestens im Auge behalten möchte. Die auftretende Panik am Ende jedes großen Projekts ist deshalb vorprogrammiert. Doch jede Mühe zahlt sich aus. Sieht man am Ende das Ergebnis kann man wirklich stolz auf sich sein.
„Das bisschen Gestalten kann doch jeder. Eine schöne Schrift finden, ein bisschen Farbe dazu und schon hat man ein tolles Ergebnis…“
Um das größte Klischee eines Grafik Designers vorwegzunehmen, möchte ich folgendes loswerden: Naja, ganz so einfach ist das Gestalten nicht. Die Arbeit ist nicht durch das Platzieren von ein paar schönen Bildern, ein paar Komplementärfarben und das verwenden kitschiger Schriften erledigt. Schonmal was von Schriftlage, Schriftmischung, Zeilenabstand oder Goldener Schnitt gehört? Notwendige Programme gibt es heutzutage zwar wie Sand am Meer, doch damit ist es nicht getan. Das Talent und das Wissen fehlt Laien hier und da noch ein wenig. Besonders bei den Leuten die denken Grafik Design ist ein Kinderspiel. Das Rezept für eine aufsehenerregende und gelungene Arbeit gibt es nicht. Es existieren wichtige Richtlinien an die man sich halten sollte. Dazu gehört das Wissen über Farbe, Typografie, Fotografie, Werbepsychologie und gute Kenntnisse in Programmen wie Photoshop, InDesign oder Illustrator. Selbstverständlich könnte man schon mehr als ein Jahr damit verbringen, sich alleine in Photoshop richtig einzuarbeiten und jede noch so kleine Funktion herauszufinden. Doch das würde den Rahmen sprengen.
Schlussendlich kann man also sagen …
Ein Grafik Designer entwickelt Konzeptionen die visuell umgesetzt werden um ein Produkt zu verkaufen. Er gibt einem Unternehmen einen Charakter welcher sie von Konkurenten abhebt und hilft eine bessere Marktposition zu erzielen. Hierbei ist kreative Arbeit gefragt und gute Ideen werden benötigt. Ein Grafik Designer vereint Optische Geschichten in Wort und Bild und Zielgruppen werden bestimmt und angesprochen. Außerdem muss ein Grafik Designer überzeugen, argumentieren und beraten können.
Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln …
Jeder Grafik Designer kennt diesen kleinen Herzstillstand, der auftaucht sobald ein Programm anfängt sich aufzuhängen oder man versehentlich ein Fenster schließt. Man stellt sich die Frage der Fragen:….Wann habe ich das letzte mal gespeichert? Kurz darauf, der kleine Freudentanz wenn man die abgestürzte Datei öffnet und noch alles vorhanden ist was man in den letzten Stunden gearbeitet hat. Also immer dran denken: „cmd + s“!
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