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Die Praktikantin ist weg, es lebe die Praktikantin!

Das bin ich nun, die Neue im Blog. Ich darf also die nächsten sechs Wochen meine Nase hinter die Glastüren und in die Computer der Krempel & Co. Werbeagentur stecken und ein bisschen Agenturluft schnuppern. Wie ich hier gelandet bin? Eigentlich war dieses Praktikum Voraussetzung für den Studiengang, den ich kommendes Semester studieren wollte. Betonung auf wollte. Diese Pläne haben sich kurzfristig geändert, studieren werde ich zwar immer noch, allerdings einen anderen Studiengang mit einem anderem Namen, im Prinzip aber dem selben Inhalt. Das Praktikum trete ich trotzdem an, das lasse ich mir natürlich nicht entgehen!

Meinen Namen verrate ich auch, ich heiße Anja.

Montag.

 

Wie ich erfahren habe, wird es auf Lisas Blog vorübergehend zwei Lisas geben. Die andere Lisa heißt Julia und kommt erst nächste Woche. Allerdings bleibt sie eine kleine Weile länger als ich, nämlich sechs Monate. Heute jedoch bin ich alleine hier.

Mein erster Eindruck: Stille. Eifriges Klicken von Melanie, der Grafik Designerin, die mit mir im Raum sitzt, ab und zu ein klingelndes Telefon. Meine erste Aufgabe: „Ein Aufsatz“. Ich fühle mich in den Deutschunterricht zurückversetzt, mache mich natürlich auch sofort an die Arbeit.

 

Laut Ausschilderung befinde ich mich Steuerbord in der Agentur. Es wird Zeit in See zu stechen und meine Umgebung zu erkunden. Auf der anderen Seite des Raumes (Backbord) sitzt die Grafik-Designerin Melanie, die heute regelmäßig von Herrn Krempel besucht und beraten wird. Hochgradig fachbezogene Worte wie Bolognese, Paprika, Pfefferkörner oder Kartoffelsuppe fallen, ein Selfmailer soll erstellt werden.

Selfmailer? Jeder kennt sie, diese kleinen, zusammengefalteten Broschüren in unseren Briefkästen, die meisten davon mit heraustrennbaren Bestellformularen, die uns mit unschlagbaren Rabatten und verlockenden Prämien überzeugen (wollen), diverse Gartengeräte, Tomatensuppen oder Dekoartikel zu kaufen. Es ist interessant, wie viel Zeit und Arbeit jedem kleinsten Detail auf dem Selfmailer gewidmet wird, dafür, dass die Teile bei den meisten Menschen eh sofort im Altpapier landen (oder ist das nur bei mir so?).

 

Ich wage mich weiter den Gang hinunter und treffe auf Simone, die zweite Grafik-Designerin im Hause. Zwar hat die gerade alle Hände voll zu tun, nimmt sich aber trotzdem ein wenig Zeit, meinen Fragen Rede und Antwort zu stehen. Sie bearbeitet gerade eine Produktverpackung. Klingt hochspannend – allerdings gibt es da mehr zu beachten als ich gedacht hätte. Simone zeigt mir einen Katalog an Vorschriften, die Verpackungen von Lebensmittel heutzutage einhalten müssen. Und plötzlich sehe ich auch das mit anderen Augen.

Donnerstag.

 

Die letzten zwei Tage vergingen schnell. Am Dienstag war ich so gut wie den ganzen Tag damit beschäftigt, eine Excel-Tabelle zu erstellen. Dabei habe ich vor allem meine Fingerfertigkeiten an der Tastatur verfeinert, zumindest wenns ums copy-pasten geht bin ich jetzt unschlagbar! Am Mittwoch wurde ich dafür mit Fotoaufgaben beauftragt, was meinem Geschmack um ehrlich zu sein eher entspricht als das Erstellen von Excel-Tabellen. Gesagt, getan. Aber mit dem geschossenen Foto fing die Arbeit gerade erst an. Einige lehrreiche Photohop-Lektionen von einer sehr geduldigen Melanie später hatte ich das Buch „fertig“ aufbereitet. Daraufhin übernahm Melanie das Ruder und platzierte es gekonnt auf einem Hintergrund, diesen wiederum auf einem Selfmailer, auf diesen kam dann noch einiges an Text und bis dieser dann auch zu Jedermanns (also known as Herr Krempel) Zufriedenheit in richtiger Größe an richtiger Stelle saß… eine einfache Geburt war das nicht und bevor die Geschichte ein Ende nahm, war es für mich bereits Zeit zu gehen.

Freitag …

 

der letzte Arbeitstag meiner ersten Woche. Bis jetzt war aber jeder Tag hier sehr interessant und vor allem lehrreich, sodass ich mir sicher bin, auch heute wieder Einiges zu erleben. Und am Montag kommt dann die neue andere Praktikantin, man darf also gespannt sein!

In diesem Sinne, ahoi vom Praktikantinnenschreibtisch!

Anja

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